Vor einigen Jahren war u.a. die Robotersteuerung das
Hauptanwendungsgebiet der 3D-Modellierung in der Bildverarbeitung. Heute hat
sich der Schwerpunkt verlagert und es gibt einen immer größeren Bedarf an
3D-Modellen in den Bereichen Computergraphik, Virtual Reality und
Kommunikation. Dies hat zur Folge, dass heute das Hauptaugenmerk auf guter
visueller Qualität der Modelle liegt. Die Erzeugung realistischer Modelle
ist jedoch schwierig und zeitaufwendig, und somit sehr teuer. Viele
virtuelle Objekte orientieren sich an realen Objekten und somit wäre es
interessant ein virtuelles Modell direkt vom realen Objekt zu erfassen.
In diesem Vortrag wird gezeigt wie anhand einer unkalibrierten Sequenz
von Bildern virtuelle Modelle der betrachteten Szene erstellt werden
können. Dazu müssen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:
Was erzählen Bilder über eine 3D-Szene ?
Wie kann man Informationen aus den Bildern gewinnen ?
Welche Informationen werden im Voraus benötigt ?
Hat man Antworten auf diese Fragen gefunden, können mit Hilfe der
gewonnenen Informationen unterschiedliche Modelle einer Szene erzeugt
werden. Eine Möglichkeit ist die Kombination realer und virtueller Objekte
(Augmented Reality). Dies ist in dem unten gezeigten Bild dargestellt.