|
Sorry, this document is only available in German. 

Previous: Institutionen, Mitarbeiter
Up: ASPIC Homepage
Next: Eigene Vorarbeiten
Massiv parallele Systeme zur Lösung technischer und
naturwissenschaftlicher Fragestellungen werden seit Jahren von
Forschungseinrichtungen der Industrie und der Wissenschaft eingesetzt.
Die aktuellen Hard- und Systemsoftwareentwicklungen haben dazu
geführt, dass mittels Hochgeschwindigkeitsnetzwerken gekoppelte
Standard-Komponenten die Leistungsfähigkeit von proprietären Systemen
zumindest erreichen, wenn nicht sogar übertreffen.
Die Verwendung des Opensource-Linux-Betriebssystems und der frei
verfügbaren MPI-Bibliothek sorgen für weitestgehende
Quellcodekompatibilität mit bestehenden Anlagen wie der Cray T3E und
der IBM SP/2. Zur Koppelung werden Gigabit-Netzwerke über den
Standard-PCI-Bus favorisiert. Bei aktuellen Installationen überwiegen
die Myrinet-basierten Netze aus Performance- und Preisgründen
gegenüber den SCI-Clustern. Ein derartiger Myrinet-Cluster mit 192
INTEL Pentium III CPUs (650 MHz) wurde in Tübingen
installiert. Am Lehrstuhl von Prof. Griebel, Universität Bonn wird
bereits seit längerem ein 128 Pentium II (400 MHz) System erfolgreich
zur Berechnung von Strömungssimulationen eingesetzt. Zukünftig ist
mit einer Zunahme der Zahl der Installationen von PC-Clustern zu
Lasten von proprietären MPP-Systemen zu rechnen.
Softwareseitig wird Kompatibilität mit bestehenden Systemen mittels
einer standardkonformen MPI-1.2 Implementierung und dem
POSIX-kompatiblen Linux-Betriebsystem auf der Rechnerseite und mit der
ausschließlichen Verwendung von Internetstandards für die
Benutzerschnittstelle erreicht.
Ein wesentliches Problem beim Einsatz der wissenschaftlichen
Erkenntnisse und der im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten
erstellten Software ist die mangelnde Integration in bestehende
kommerzielle Systeme. Die Entwicklung einer generischen
ASP-Schnittstelle ermöglicht es der mittelständischen wie der
Großindustrie, die aktuellen Programme on demand zu nutzen.
Beim Einsatz von ASP entfallen aufwändige Integrationsarbeiten in
bestehende Softwaresysteme auf der Anwenderseite genauso wie die
Anschaffung und der Betrieb von kostenintensiven massiv-parallelen
Rechnern.
ASP-basierte Systeme setzen auf der Anwenderseite lediglich einen
internetfähigen Rechner voraus. Selbst aufwändige Visualisierungen
können mittels Virtual-Network-Computing ohne Spezialhardware via ASP
durchgeführt werden.
Die bisher angedachten ASP-Lösungen waren rein auf die Simulation
konzentriert. Bei Simulationen, die große Datenmengen erzeugen, wird
man jedoch versuchen, auf den Rücktransfer der Daten zum Anwender zu
verzichten und auch die Analyse durch Visualisierung auf dem Server
durchführen. Im Bereich der verteilten Visualisierung gibt es bereits
vielfältige Ansätze und Vorarbeiten. Besonders zu erwähnen sind hier
die COVISE-Entwicklung am Rechenzentrum der Universität Stuttgart und
verschiedene eigene Vorarbeiten. Nur wenige dieser Konzepte
lassen sich jedoch problemlos in die ASP-Konzeption integrieren, in
der Adaption an Thin-Clients, Sicherheit und Abrechnungsfragen
berücksichtigt werden müssen.
Eine wissenschaftliche Behandlung dieses Themenkomplexes bzw.
Erfahrungen mit dem ASP-Einsatz in wissenschaftlichen Rechenumgebungen
sind bisher nicht in größerem Umfang bekannt.

Previous: Institutionen, Mitarbeiter
Up: ASPIC Homepage
Next: Eigene Vorarbeiten
Sebastian Niedworok
Tue Jan 9 11:51:22 CET 2001
|