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In vielen klinischen Situationen ist es für eine optimale Diagnose notwendig, Bilddaten unterschiedlicher Aufnahmemodalitäten zu fusionieren, da die Information, die mit einer einzigen Aufnahmetechnik dargestellt werden kann, oft nicht ausreichend ist. Bei einem Verfahren wie der magnetischen Resonanz (MR) ist es beispielsweise möglich, in Abhängigkeit von der verwendeten Aufnahmesequenz, Blutgefäße und Gewebeinformation in voneinander getrennten Bildern optimal darzustellen. Die klinischen Anforderungen für eine optimale medizinische Behandlung machen aber die gemeinsame Darstellung dieser getrennt vorliegenden Informationen in einem Bild notwendig.
Gegenwärtig ist dreidimensionale Blutgefäßinformation hauptsächlich mit Hilfe von magnetischer Resonanz-Angiographie (MRA) und computer-tomographischer Angiographie (CTA) direkt zugänglich. Die gewünschte hohe räumliche (feine Blutgefäße) und zeitliche (Bolusverfolgung) Auflösung läßt sich heute aber nur mit digitaler Subtraktions-Angiographie (DSA) in Form zweidimensionaler Projektionen erzielen (linkes Bild: MIP, Maximum-Intensity-Projektion, eines MRA-Datensatzes; rechtes Bild: DSA-Projektion, Universitätskrankenhaus Tübingen, Neuroradiologie). Folglich muß zur Fusion dieser medizinischen Aufnahmen die dreidimensionale Information in eine zweidimensionale Darstellung transformiert werden oder umgekehrt.
Ziel dieses Teilprojekts ist es, in Kooperation mit der Bildverarbeitungsgruppe der Abteilung Grundlagenentwicklung des Unternehmensbereichs Medizintechnik der Siemens AG, Erlangen, ein Softwaretool zur Fusion zwei- und dreidimensionaler Bilddaten zu entwickeln. Dabei werden folgende Schritte verfolgt: